Ein Tag mit Till Brönner
×

Warnung

JFolder: :files: Der Pfad ist kein Verzeichnis! Pfad: /www/htdocs/w011964b/schule25/images/news/2012-09-06_Till_Broenner,limit=0
×

Hinweis

There was a problem rendering your image gallery. Please make sure that the folder you are using in the Simple Image Gallery plugin tags exists and contains valid image files. The plugin could not locate the folder: images/news/2012-09-06_Till_Broenner,limit=0

Ein Tag mit Till Brönner

,,Ich habe ein besonderes Angebot für unsere Trompeten“, meinte Frau Ahrens eines Morgens in der damaligen Bläserklasse 9a/c, ,,einen Workshop mit Till Brönner.“

Ich muss zugeben, damals sagte mir der Name kaum etwas. Ein berühmter Trompeter, das war so ziemlich alles, was ich von ihm wusste.

Am Sonntag, den 17.06.2012 stand ich dann vor dem Ministerium für Finanzen, wo unser Workshop stattfinden sollte. Es hatten sich nicht viele Schüler angemeldet. Sie würden es wohl noch bereuen, meinte Frau Ahrens.

Bis dahin, hatten wir keine Ahnung, was auf uns zukommen würde.Wirklich aufgeregt war ich daher nicht. Dies änderte sich allerdings schlagartig, als wir eingelassen wurden. Allein das Gebäude war beeindruckend. Von überall her schallten Töne und Klänge. Empfangen wurde man mit Snacks und Getränken.

Es war der Tag der Musik und wir befanden uns direkt in einer Veranstaltung des Ministeriums „Musik-Zeit-Geschehen“.  Die Besucher, meist in Anzug und Kostüm, berühmte Musiker, Diskussionen, Vorträge.

Und mitten drin unsere kleine Truppe von rund 20 Schülern mit den Trompeten auf dem Rücken und einer, mich begeisternden, aufgeregten Frau Ahrens.

Auf  unserem Weg zum Workshop trafen wir auf  „Trombone Unit Hannover“, ein  Posaunenoktett, das uns mit seinen Klängen beeindruckte.

Dann war es soweit: Till Brönner, einer der berühmtesten Jazztrompeter der Welt, betrat den Raum, dicht gefolgt von seinem Manager.

Till Brönner, ein sympathisch aussehender Mann, Ende 30, mit leuchtenden Augen und einem offenen Lächeln.

Sein erster Satz: ,,So können wir uns doch alle gar nicht sehen. Schiebt mal die Sessel in einem Kreis zusammen.“ Und mit diesen Worten bestätigte sich für mich Frau Ahrens vorherige Aussage. Ja, die anderen würden es wohl noch bereuen.

Er trug einen Anzug. Er trüge immer einen Anzug. Warum?

Und damit waren wir schon mitten im Workshop.

Die Atmung. Beim Trompete spielen sei es wichtig, auf Bauchatmung zu achten.

Weil er dabei immer so einen dicken Bauch bekäme, trüge er die Anzüge, in der Hoffnung, dies würde bei dem weißen Hemd nicht so auffallen. Lachen.

Er erzählte uns noch einiges übers Trompete spielen. Und über sich. Und über Improvisation.

Dann waren wir dran. Die Begleitmusik hatte er mitgebracht. Er legte los.

Komplett improvisiert und trotzdem passte alles zusammen. Er spielte etwas vor und reihum stimmten wir mit ein.

Mein Einsatz: Es war ein unglaubliches Gefühl, zu kurz, aber toll.

Wir spielten miteinander und völlig frei.

Da war dann nur noch die Musik, wir  und die Musik.

Als die Runde vorbei war, Stille.

,,Und genau das ist Musik!“ , reißt mich Till Brönner aus meinen Träumen.

Danach durften wir Fragen stellen. Viele gab es nicht, ich vermute die meisten waren noch ganz gefesselt von dem gerade Erlebten. Außerdem war für mich längst klar, was Till Brönner uns vermitteln wollte. Dies hat er über die Musik getan, Fragen waren da gar nicht mehr nötig.

Till Brönner hat mir persönlich neue Motivation und auch einen neuen Ansatz gegeben, Musik zu machen. Diesen Tag und vor allen Dingen den Moment, indem wir zusammen gespielt haben werde ich jedenfalls so schnell nicht vergessen.

 Pauline Reitzer (10a)

{gallery}news/2012-09-06_Till_Broenner,limit=0{/gallery}

Die Fotos wurden von dem Fotographen Jörg Rüger zur Verfügung gestellt.